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Umzug nach Celle

Heute musste ich zum Chef. Es wird sich einiges für mich ändern. Was sich genau ändert könnt ihr in dem folgendem Gespräch mit meinem Chef lesen.

Chef: Hallo Henrik, komm mal mit ins Büro, ich muss mit dir reden.

Ich: Hallo Chef, was gibt es denn??

Chef: Ich habe schlechte Nachrichten für dich.

Ich: Das hört sich nicht gut an. Was ist denn los?

Chef: Ich muss unseren Betrieb nächste Woche schließen und dich entlassen. Das heißt, ich könnte dir eine neue Stelle anbieten, aber leider nicht hier in Hildesheim.

Ich: Warum müssen sie den Betrieb schließen? Wir haben doch immer unser Bestes gegeben?

Chef: Sieh mal Henrik, ich bin nun schon 65 Jahre , und unser Geschäft läuft nicht gut. Die osteuropäischen Billigarbeiter machen uns zu schaffen. Ich möchte keinen Arbeiter unter einem Lohn einstellen, von dem er nicht leben kann. Der wirtschaftliche Druck ist aber so stark geworden, das ich diese Löhne nicht mehr bezahlen kann, weil ich sonst jeden Monat Miese schreibe und so bald pleite gehen würde.

Ich: Das stimmt Chef einen guten Lohn haben sie immer gezahlt, und auch immer pünktlich, das ist bei einigen meiner Freunde nicht so. Mein Opa sagt immer, sie wären noch ein Mann vom alten Schlag, ein anständiger Kerl. Und wenn wir neue Maschinen kaufen, um die Arbeit effektiver zu machen?

Chef: Dafür müsste ich einen großen Kredit aufnehmen.Aber die Zinsen sind sehr hoch und die Laufzeit zu lang. Ich bin halt kein Bundespräsident, der Kredite für fast lau bekommt.Für 0,9-2,1% Zinsen würde ich auch noch mal ein Darlehen nehmen, oder wenn ich so reiche Freunde hätte wie er. Außerdem habe ich kein Kind, was den Betrieb weiter führen könnte.

Ich: Warum haben sie denn keine Kinder?

Chef: Hat leider nicht geklappt. Habe immer nur gelebt und nicht an die Zukunft gedacht. Das es mir einmal leid tun würde, das ich keine Kinder habe hätte ich nie gedacht.

Ich: Und warum genau tut ihnen leid, das sie keine Kinder haben?

Chef: Ja sieh mal, ich habe keinen Nachfolger für meinen Betrieb, ich bin der letzte meiner Familie, der meinen Nachnamen trägt. Wenn ich tot bin ist auch der Name meiner Familie Geschichte und die Gene meiner Vorfahren. Außerdem habe ich niemanden, der sich um mich kümmert wenn ich alt und krank bin, ich komme dann ins Heim.

Ich: Das ist traurig, ich hoffe, das ich mal Kinder habe, und mir ihr Schicksal erspart bleibt.

Chef: Das hoffe ich auch für dich. Kinder sind ein Segen. Der Kapitalismus, den leider auch ich gelebt habe ist der Grund. Immer nur an sich denken, mehr Geld , größere Autos, Luxusurlaub in aller Welt….Und das was das Leben wirklich ausmacht, sich und seine Gene fortzupflanzen, habe ich und haben viele andere im Nachkriegsdeutschland leider aus den Augen verloren.

Ich: Ich werde anders leben, für Familie, Volk und Vaterland. Sie sagten, sie hätten eine Stelle für mich. Wo wäre die?

Chef: Ich kenne einen Gärtner in Celle, bei dem kannst du anfangen, und deine Lehre fertig machen. Ich habe mit ihm gesprochen, er wird dir viel beibringen. Ich wünsche dir alles Gute.

Ich: Danke, ich werde ihr Angebot annehmen.

Wie das Leben so spielt, die BfZ Hildesheim hat sich aufgelöst und meine Firma macht zu. Berufsbedingt werde ich nun nach Celle ziehen und auch politisch habe ich in dieser Hinsicht mit dem Infoportal Celle eine neue Heimat gefunden. Ihr werdet von nun an die Geschichten und Eindrücke meines Lebens auf der Seite des Infoportals Celle lesen. Über eure Meinung zu meinen Texten würde ich mich freuen.